Die deutsche Rockband Rammstein wurde 1994 in Berlin gegründet und ist eine der bekanntesten deutschen Bands national und international. Rammstein hat einen unverwechselbaren Musikstil, der oft als brachial bezeichnet wird. Die Band ist international berühmt vor allem für ihre Live-Shows, die durch den Einsatz verschiedener pyrotechnischer Elemente zum beeindruckenden Spektakel werden. Auf nationaler Ebene gilt Rammstein wegen seiner stark polarisierenden Musikvideos, Albumcovers und Liedtexte als kontrovers.

Rammstein hat weltweit bisher mehr als zwanzig Millionen Tonträger verkauft. Ihre internationalen Tourneen sind auf der ganzen Welt erfolgreich. Damit zählt die Band zu den wichtigsten zeitgenössischen Kultur-Exporten Deutschlands.

Neue Deutsche Härte

Musikalisch gesehen gehört Rammstein zur Neuen Deutschen Härte, kurz NDH. Der Musikstil entstand in den neunziger Jahren in Deutschland und hat sich hauptsächlich aus Einflüssen von Groove Metal und Alternative Metal entwickelt. Auch Techno-Elemente sind zum Teil dabei. Die Songtexte sind meist auf Deutsch und werden mit tiefem Gesang, E-Gitarre, E-Bass und Keyboard vorgetragen.

Stilmerkmale der Band

Gesang

Das wohl einzigartig Stilmerkmal Band Rammstein ist die tiefe Stimme des Lead-Sängers Till Lindemann. Sein Gesang, der mit stark rollendem R vorgetragen wird, ist oftmals abwertend als teutonisch bezeichnet worden. Till Lindemanns Stimmlage bewegt sich überwiegend im Bass- und Baritonbereich, erreicht aber in einigen Stücken auch die Altlage.

Texte

Die Songtexte sind bei Rammstein ein wichtiger Bestandteil der Musik und prägen die öffentliche Wahrnehmung der Band wesentlich. Rammstein greift oft sehr kontroverse, schambesetzte und tabuisierte Themen in den Texten auf, wie zum Beispiel BDSM, Homosexualität, Inzest, Nekrophilie, Sex-Tourismus, Pyromanie und Kannibalismus. In vielen Rammstein-Songs geht es um Sex und Gewalt, doch in späteren Alben werden auch zwischenmenschliche Beziehungen thematisiert.

Zum Teil lehnen sich die Texte an bekannte Werke der deutschen Literatur an. Es finden sich beispielsweise Adaptionen von Goethes Ballade vom Erlkönig und Bertolt Brechts Moritat von Mackie Messer. Stilistisch sind die Texte von Allegorien und Wortspielen geprägt.